weißer Zucker, Birkenzucker oder Ahornsirup?

weißer Zucker, Birkenzucker oder Ahornsirup?

Wenn es um die Süße des Lebens geht, gehen die Meinungen, welches Mittel zum Süßen von Speisen die Beste ist, weit auseinander.
„Brauner Zucker ist gesünder als weißer, Birkenzucker soll verwendet werden, wobei Xylit krebserregend ist“.
Immer wieder kursieren die unterschiedlichsten Tipps und Empfehlungen im Netz.

Wobei bei Zucker und Co. wirklich zu achten ist und was nun verwendet werden soll, möchte ich in diesem Beitrag kurz erläutern:
Grundsätzlich kann man alle Mittel zum Süßen in drei große Gruppen unterteilen:

  1.  Haushaltszucker
  2.  Süßungsmittel 
  3.  Zuckeraustauschstoffe

 

Zu 1.  Haushaltszucker, auch Saccharose genannt, gibt es in sehr vielen Formen: Puderzucker, Staubzucker, Zuckerwürfel, brauner Zucker, Agavendicksaft, Ahornsirup, …
Im Endeffekt steckt hinter all diesen Lebensmitteln die gleiche chemische Formel, die vom Körper gleich verwertet wird. Ob nun der Kuchen mit braunem Zucker oder Ahornsirup gesüßt wird, spielt für den Körper keine Rolle. Brauner Zucker ist übrigens nur braun, weil der letzte Schritt der Reinigung bei dieser Art von Zucker ausgelassen wird.

 

Zu 2. Süßstoffe
Süßstoffe wurden erstmals für Diabetiker hergestellt, da sich Süßstoffe nicht auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Eine weitere sehr beliebte Eigenschaft der Süßstoffe ist, dass sie keine Kalorien haben und eine 100-fache höhere Süßkraft als Haushaltszucker. Auch Karies kann sich, anders als bei Haushaltszucker, nicht bilden. Bei erhöhtem Verzehr kann es jedoch zu Magen- Darmbeschwerden kommen. Beispiele: Acesulfam, Advantam, Aspartam und Cyclamat.

 

Zu 3. Zuckeraustauschstoffen
Zuckeraustauschstoffe, besitzen ähnliche Eigenschaften wie Süßungsmittel: der Blutzuckerspiegel wird nicht beeinflusst, und auch Karies kann sich durch Zuckeraustauschstoffe nicht bilden. Mit nur halb so vielen Kilokalorien wie Haushaltszucker, ist er für viele eine gute Alternative. Zuckeraustauschstoffe haben jedoch eine geringere Süßkraft als Zucker. Um die gleiche Süßkraft zu erreichen müsste erheblich mehr von diesem Stoff verwendet werden als von Zucker! Beispiele: Xylit, Erythrit, Maltit, Mannit. Der Begriff Xylit ist übrigens ein Synonym für das Wort Birkenzucker!

 

Welche der drei Hauptgruppen nun für Kuchen und Co. bevorzugt werden sollten, hängt von der Präferenz des Bäckers ab. Meiner Meinung nach, braucht auf den Haushaltszucker keines Falls gänzlich verzichtet werden, wenn man sparsam damit umgeht. In fast allen Rezepten lässt sich der Zuckeranteil leicht auf die Hälfte oder 1/3 reduzieren. Wichtiger, als Zucker aus dem eigenen Leben zu streichen ist es, diesen zu reduzieren. Wer dennoch eine Alternative für das Backen sucht, kann eine sehr reife, braune Banane zum Süßen verwenden! Diese enthält zwar auch Zucker, jedoch enthält sie auch viele Vitamine und Mineralstoffe, welche allen drei oben genannten Gruppen gänzlich fehlen.

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